Folge 4 – Lustgarten

 

How to do for TV – Ein Liebesnest bauen

Die Zutaten

Und so wird´s gemacht

 

Dealerpflanzen im Sexkoffer

Eberraute

Steckbrief

Name: Eberraute, Eberrute, Stabwurz (Artemisia abrotanum)
Herkunft: Süd-Europa und West-Asien
Beschreibung: mehrjährige verholzende Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Die Eberraute enthält ein leicht nach Zitrone duftendes ätherisches Öl.
Standort: vollsonnig und auf jedem Boden oder im Kräutertopf am Balkon.
Pflege: Im Frühjahr vor dem Austreiben de Blätter stark zurückschneiden.
Verwendung: Der Überlieferung nach legt man die Zweige der Ebberaute eine Woche lang in Wein ein, um ein Aphrodisiakum zu erhalten, allerdings ist nicht überliefert, wie viel man davon trinken muss, um diese Wirkung zu erzielen (Quelle: Christian Rätsch und Claudia Müller-Eberling: Lexikon der Liebesmittel). Aus dem Mühlviertel ist die Verwendung überliefert, von der der Dealer berichtet – als den Mann erregende Pflanze, die ihre Wirkung auch dessen Kopfpolster entfaltet.

 

Muskateller-Salbei

Steckbrief

Name: Muskateller-Salbei (Salvia sclarea)
Herkunft: Mittelmeerländer, Südwest- und Mittelasien
Beschreibung: zwei bis mehrjähriger Lippenblütler mit eiförmigen, leicht gezahnten und stark behaarten Blättern. Die ganze Pflanze ist aromatisch und hat einen charakteristischen Duft, der manche an Grapefruit erinnert. Muskateller-Salbei blüht in weißen bis violetten Blüten von Juni bis Juli. Die Pflanzen werden bis zu 80 cm hoch und samen sich in klimawarmen Gegenden auch selbst aus.
Standort: vollsonnige warme Plätzchen, auch gut als Balkonpflanze im Topf (5 Liter)
Pflege: der Muskateller-Salbei braucht keine besondere Pflege und kommt auch mit wenig Wasser gut zurecht
Verwendung: Muskateller-Salbei gilt als aphrodisische und stark erotische Essenz (für die Duftlampe oder als Badezusatz)

 

Rizinus

Steckbrief

Name: Rizinus, Wunderbaum (Ricinus communis)
Herkunft: Tropisches Afrika
Beschreibung: einjährige, stark giftige (wirkt abführend!) Pflanze mit wunderschönen handförmig gespaltenen Blättern, von der es auch rotblättrige Ziersorten gibt. Rizinus-Pflanzen werden bis zu 2 Meter hoch. Die Früchte sind weichstachelig.
Standort: vollsonnige warme und gut mit Nährstoffen versorgte Plätzchen, auch gut in ausreichend großen Pflanzgefäßen (10 Liter)
Pflege: im Garten auf vollsonnige Plätzchen, anfangs gut von Unkräutern frei halten, beschattet aber den Boden und ist dann sehr starkwüchsig und pflegeleicht
Verwendung: als Zierpflanze und die Früchte auch gut als „Schnittblume“ in der Vase.

 

Weber-Karde

Steckbrief

Name: Weber-Karde, Kardätschendistel (Dipsacus sativus)
Herkunft: die ursprüngliche Heimat ist unbekannt, die Pflanze ist in Europa schon seit vielen Jahrhunderten als Woll-Verarbeitungs-Pflanze in Kultur.
Beschreibung: zweijährige distelartige Pflanze, die bis zu 1,5 Meter hoch werden kann, violett blüht und viele Insekten anzieht.
Standort: vollsonnig und auf jedem Boden, gerne auch auf trockenen Standorten.
Pflege: Webr-Karden sind gänzlich pflegeleichte Pflanzen und haben keine besonderen Ansprüche.
Ernte: Die traditionelle Verwendung der Weber-Karde ist das Aufrauhen von Wollstoffen. In der Floristik finden sie als Trockenblumen Verwendung. Die vom Dealer vorgeschlagene Nutzung ist nur für Hartgesottene zu empfehlen. Der Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl berichtet über die Verwendung der Pflanze in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilpflanze gegen Borreliose.

 

Klauenklette

Steckbrief

Name: Klauenklette, Einhornpflanze, Louisuana-Gämshorn (Proboscidea louisianica)
Herkunft: USA
Beschreibung: einjährige Pflanze, die violett, rosa oder weiß blüht (die Blüten riechen eher unangenehm). Die Blätter und auch die Blüten sind leicht klebrig und fangen so kleine Insekten. Das spannende ist ihr Fruchtstand: Die Frucht reift zunächst nach der Blüte zu einer grünen prallen gebogenen „Klaue“. Ist die Frucht reif, ist sie holzig, teilt sich in zwei bizarr aufgebogene Teile und gibt die stacheligen Samen frei.
Standort: vollsonniges Gartenbeet
Pflege: anfangs gut von Unkräutern frei halten und regelmäßig gießen
Verwendung: als Zierobjekt, in der vom Dealer vorgeschlagenen Verwendung nur für ganz hartgesottene!

 

Stachelgurke

Steckbrief

Name: Zackengurke, Afrikanische Igelgurke, Kiwano, Stachelgurke(Cucumis metuliferus)
Herkunft: ursprünglich Afrika, viele der im Handel erhältlichen aus Neuseeland
Beschreibung: rankendes, wärmebedürftiges Kürbisgewächs.
Standort: Die Stachelgurke hat in etwa die gleichen Temperaturansprüche wie wie die Zuckermelone; sie kann bei uns in vielen Lagen bei einem warmen Sommer im Freiland kultiviert werden (Auspflanzen ab Ende Mai). Bringt hohe Erträge im geschützten Anbau (Gewächshaus), wo sie ab Mitte April ausgepflanzt werden kann. Die Früchte reifen im Freiland meist nicht an der Pflanze aus: Sie werden grün geerntet und dann einige Wochen bei Zimmertemperatur gelagert. Während der Lagerung verfärben sie sich gelborange und sind dann genussreif. Die Früchte sind 6-9 Monate lagerfähig und haben einen hohen Gehalt an Kalium und Magnesium. Die Früchte haben ein „Bananen-Orangen“ Aroma und lassen sich am besten auslöffeln..
Pflege: gut mit Nährstoffen und Wasser versorgen und ein Rankgerüst bieten.

 

Grundrezept für Essbare Blüten

Für uns Menschen scheinen Blüten nur zum Betrachten geschaffen zu sein: Sie haben den Nimbus des Unantastbaren. Mit dem Genießen von Blüten verbunden ist auch ein anderer Blick auf die Kultivierung der Pflanzen: Wenn Pflanzen von Zier- zu Genusspflanzen werden, werden sie zu Pflanzen, die ohne Pestizide und andere Chemie kultiviert sind. Denn nur biologisch kultivierte Blumen sind auch essbar. Derzeit sind diese im Handel noch die Ausnahme – außer sie stammen aus dem eigenen Garten.

Nicht alle Gartenpflanzen sind essbar, geschweige denn gut und köstlich. Und so sind es auch nicht alle Blüten. Als Faustregel gilt, dass alle Pflanzen, die wir im Garten als Gemüse oder Küchenkräuter kultivieren, essbare Blüten ausbilden. Auch die Blüten einiger Zierpflanzen sind essbar. Doch es gibt – für uns Menschen – giftige Blüten, die keinesfalls gegessen werden dürfen. Am meisten verbreitet sind: Akelei, Bilsenkraut, Schneerose, Eisenhut, Fingerhut, Goldregen, Herbstzeitlose, Maiglöckchen, Oleander, Hahnenfuß, Schierling, Stechapfel, Tollkirsche.

Und so geht´s

Das kleine ABC der essbaren Blüten:
Apfel, Bärlauch, Begonie, Borretsch, Dahlie, Dill, Endivie, Fuchsie, Gänseblümchen, Glockenblume, Hibiskus, Holunder, Jasmin, Kapuzinerkresse, Klee, Kornblume, Kosmee, Kürbis, Lauch, Lavendel, Liebstöckel, Löwenzahn, Malven, Monarde, Minze, Nachtkerze, Nelken, Passionsblume, Pelargonien, Pfingstrose, Phlox, Primel, Radieschen, Ringelblume, Rukola, Rose, Salbei, Schafgarbe, Schnittlauch, Schlüsselblume, Sonnenblume, Stiefmütterchen, Stockrose, Taglilie, Tulpe, Veilchen, Vexiernelke, Wegwarte, Zucchini, Zwiebel

 

Schlussnummer in der folge 4

„Come into my Garden“ Interpret: „The Rounder Girls“

 

 

 

 



Impressum Kontakt Stabliste KITSCH media