Folge 3 – Die Verteidigung des Paradieses

 

How to do for TV  Unkraut vertilgen – was sind die effektivsten Methoden, die noch verträglich sind.

Besser vorbeugen als behandeln

Ein gutes Orientierungssystem verschiedener Standorte ist die Einteilung der Stauden in verschiedene Lebensbereiche: genauso wie wohl niemand auf die Idee kommt, eine Wasserpflanze in den Wald zu setzen oder einen Kaktus ins Wasser, gibt es auch weitere Unterschiede – Pflanzen die sich in der vollen Sonne besonders wohl fühlen oder Pflanzen, die nur im Schatten gut gedeihen. Wer ein Staudenbeet anlegt, kann sich leicht orientieren, und nach dem Lebensbereich fragen, in dem sich eine Pflanze besonders wohl fühlt: Im Lebensbereich Gehölz und Gehölzrand fühlen sich Pflanzen wohl, die gerne im Schatten wachsen. Pflanzen, die einen vollsonnigen Standort brauchen, wachsen im Lebensbereich Freifläche – auf Wiesen und Steppen. Im Lebensbereich Beet fühlen sich Pflanzen wohl, die kaum konkurrenzstark sind und besonders viel Pflege benötigen – also vor allem sogenannte Prachtstauden. Im Lebensbereich Wasser fühlen sich verwurzelte und frei schwimmende Schwimmpflanzen wohl. Und im Alpinum Pflanzen, die sich in der Umgebung von Steinen besonders wohl fühlen, weil sie auch mit wenig Substrat auskommen und die Steine als Wärmespeicher gut nutzen können.

Werkzeuge zum Unkrautjäten

Der wilde GärtnerDie Pendelhacke: Das Gerät zum Bodenlockern und Unkraut-Jäten!
Eine Erfindung von Schweizer Gärtnern: Ein Gerät, das in keinem Bio-Garten fehlen sollte, es lockert gleichzeitig den Boden, jätet das Unkraut und arbeite das Unkraut oberflächlich in den Boden ein. So wird das Unkraut gleichzeitig als Nahrung für die Bodenorganismen aufbereitet. Die Hacke besteht aus einem zweiseitig geschärften Messer, das waagrecht zum Boden montiert ist, allerdings nicht fix, sondern in einem Pendelgelenk. So arbeitet die Pendelhacke sowohl bei stoßender, wie auch bei ziehender Arbeitsrichtung. Sie dringt dabei nur wenig in den Boden ein. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen an der Technischen Hochschule Zürich zeigte sich, dass die Pendelhacke mit dem geringsten Kraftaufwand der Boden gelockert werden kann.

Das Mulchen

Mulchen hält den Boden feucht und verhindert, dass Unkrautsamen sich einnisten. Wurzelunkräuter, die schon im Boden drinnen sind, kann ich damit aber nicht aufhalten. Da hilft nur jäten und die Wurzeln und Rhizome sorgfältig entfernen. Die lästigsten Wurzelunkräuter sind Quecke und Giersch. Am besten von vorneherein darauf achten, dass sie nicht überhand nehmen.

Gute Mulchmaterialen:

 

Dealerpflanzen gegen SchÄdlinge

Kugeldistel

Steckbrief

Name: Kugeldistel (Echinops ritro) und Garten-Kugeldistel (Echinops bannaticus)
Herkunft: Wilde Kugeldisteln wachsen in Süd-Europa bis zum Kaukasus an sonnigen Felshängen und in Felssteppen.
Beschreibung: Die Garten-Kugeldistel hat dunkelblaue und ihre Schwester Echinops ritro violettblaue kugelige Blütenköpfe. Beide sind mehrjährige Stauden, die von Juni bis September blühen. Echinops-Kugeldisteln säen sich sehr leicht selber aus und vermehren sich im Garten sehr leicht, wenn nicht allzu fleißig gejätet wird oder die Pflanzen gezielt gefördert werden. Die Pflanzen ziehen Schwebfliegen und viele andere Nützlinge an, die sich darum kümmern Blattläuse und anderes Ungetier im Zaum zu halten.
Standort: vollsonnige Standorte und jeder Gartenboden, am liebsten jedoch trockene bis mäßig feuchte Böden.
Pflege: braucht keine besondere Pflege und kommt auch an kargen Standorten gut zurecht.

Berg-Flockenblume

Steckbrief

Name: Berg-Flockenblume (Centaurea montana)
Herkunft: Berggebiete Südeuropas
Beschreibung: starkwüchsige Staude, die von Mai bis Juli blau blüht und bis zu 40 cm hoch wird. Auch gute Schnittblume.
Standort: Wächst in der vollen Sonne aber auch im lichten Schatten zum Beispiel am Gehölzrand.
Pflege: braucht keine besondere Pflege.

Mädchenauge

Der wilde GärtnerDealer: „Schaut aus wie Schnittlauch, schmeckt wie Knoblauch und wenn´st den in Topfenkäs’ einigibst – ein Wahnsinn!

Steckbrief

Name: Mädchenauge, Schönauge, Augenstern (Coreopsis ssp.)
Herkunft: Die verschiedenen Arten der Mädchenaugen kommen aus der neuen Welt
Beschreibung: Je nach Art und Züchtung blühen Mädchenaugen in wunderschönen Korbblüten – hellgelb, goldgelb, orange oder rosa und von Juni bis August. Die Pflanzen sind mehrjährige Stauden, die zwischen 30 bis 70 cm hoch werden.
Standort: Mädchenaugen sind Beetpflanzen, die gerne im frischen Boden und in der vollen Sonne wachsen.
Pflege: Regelmäßig wässern und gut von Unkräutern frei halten

Gewürz-Fenchel

Steckbrief

Name: Fenchel, „Fenigl“, „Finchel“ (Foeniculum vulgare var. dulce)
Herkunft: Süd-Europa und Nord-Afrika, mittlerweile weltweit verbreitet
Beschreibung: Der Gewürzfenchel ist der ältere Bruder des Gemüsefenchels. Im Garten ist er sehr einfach zu kultivieren, weil ziemlich anspruchslos. Er Die Blütenstängel werden bis zu zwei Meter hoch und blühen in intensiv gelben Doldenblüten, die von vielen Insekten besucht werden. Am besten erkennt man Fenchel am Geruch, wenn man Blüten, Blätter oder auch die Samen zwischen den Fingern reibt. Die Blätter sind feinfederig. Besonders schön sind die braunrot überlaufenen Sorten des Gewürzfenchels, die meist als „Bronze-Fenchel“ im Handel erhältlich sind. Diese Sorten werden nicht ganz so hoch wie die grünlaubigen. Fenchel blüht von Juli bis August und die Pflanzen werden einige Jahre alt, samen sich aber leicht aus und es wachsen neue Pflanzen, wo man sie keimen lässt.
Standort: vollsonnig und auf jedem Boden.
Pflege: Fenchel ist eine gänzlich pflegeleichte Pflanze und hat keine besondern Ansprüche.
Ernte: Die Blumen für die Vase für einen duftenden Kräuterstrauß, die Samen, sobald sie sich braun verfärbt haben – als Küchengewürz oder zum Knabbern zwischendurch.

Ringelblume

Der wilde GärtnerSteckbrief

Name: Ringelblume, Garten-Ringelblume, „Goldröserl“ und in Oberösterreich auch „Totnbleaml“ (Calendula officinalis). Wer sich fragt, was sich bei der Ringelblume eigentlich ringelt: die eingerollten Samen haben der gänzlich ungeringelten Blume zu ihrem Namen verholfen.
Herkunft: ursprünglich aus Italien und Spanien, mittlerweile weltweit verbreitet
Beschreibung: ein bis zweijährige Zier-, Farb- und Arzneipflanze. Die Ringelblume sät sich sehr leicht im Garten selbst aus geht dann dort, wo es ihr behagt wieder auf. Ringelblumen gibt es mit gelben und orangen Blüten, die einfach oder gefüllt sein können. Die Pflanzen werden bis zu 60 cm hoch, verzweigen sich stark, die Blätter sind blassgrün, länglich, abgerundet und etwas derb. Die Ringelblume ist eine der wichtigsten Heilpflanzen in Bauerngärten. Ringelblumensalbe ist eine wunderbare Wundheilungssalbe verwendet – sie regeneriert beschädigtes Gewebe, unterstützt die Narbenbildung und beschleunigt das Wachstum neuer Zellen.
Standort: am liebsten vollsonnige Standorte und auf jedem Boden
Pflege: Ringelblumen sind ganz unkomplizierte Gartenpflanzen und brauchen keine besondere Pflege. Sie tolerieren sogar lange Trockenperioden.
Ernte: Die Blütenblätter erntet man am besten am späten Vormittag, wenn die Blüten voll geöffnet sind. Die einzelnen Blütenköpfe ernten, die Zungenblüten (das sind die äußeren Blüten der Korbblütler) abzupfen und zügig trocknen (zum Beispiel auf einem Dachboden, im Schatten oder auf einem Trocknungsgerät). Außer für eine Wundsalbe kann man die Blüten für Kräutertee aber auch in der Küche verwenden – oder auch frisch in Kräuterbutter, über einen Salat oder eine Eierspeis gestreut werden.

Rezepte – Brennnesselsuppe

 

Göttin Natur im Garten

 

Schlussnummer in der folge 3

„Lass mich dein Gärtner sein“ Interpret: „Xandl Schmidhammer“

 

 

 

 


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